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Kinderfotografie und Familienreportage – mehr als ein Knopfdruck

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Endlich einmal ein sehr interessanter Artikel zu den Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Kinderfotografie. Es ist eben doch nicht so leicht wie man denkt…:

Kinderfotografie: Mehr als ein Knopfdruck

Zwischen „Halt doch mal still!“ und „Hier kommt das Vögelchen!“ entsteht gerade in Zeiten der digitalen Fotografie eine Flut von Bildern, die Kinder jeden Alters in allen nur denkbaren Situationen zeigen. Vom Moment ihrer Geburt an gibt es einfach so viele Wachstums- und Entwicklungsphasen, Gesichtsausdrücke und Emotionen, welche die stolzen Eltern für die Ewigkeit festhalten wollen, um eine verlässliche Stütze der nur allzu schwachen Erinnerung zu haben.

Dabei machen die strampelnden, zappelnden oder herumhampelnden „Modelle“, die der Kamera entweder zu viel Aufmerksamkeit widmen oder sie geflissentlich ignorieren, die Sache nicht unbedingt leichter. So bleibt es oft beim Erfolg für den virtuellen Papierkorb oder es entstehen digitale und papierne Alben, die mit verwackelten Momentaufnahmen und gelegentlichen Glückstreffern zwar gefühlte Höhepunkte, aber kaum fotografische Qualität enthalten. Einen professionellen, vielleicht sogar auf das Ablichten von Kindern und Familien spezialisierten Fotografen heranzuziehen, kann dabei eine schöne und besondere Abwechslung im Schnappschuss-Kosmos sein.

 

Die Unterscheidung von Kinderfotos

Bei Aufnahmen, die nicht nur die lieben Kleinen, sondern auch größere Erdenbürger ins Bild bannen, kann man im Allgemeinen zwischen Alltagsfotos und gestellten Fotos unterscheiden, wobei schon die Kategorisierung das Wesentliche verrät. Demnach entsteht das Alltagsfoto, wenn das Kind spontan und unvorbereitet in Situationen eingefangen wird, die es bei seinem natürlichen und ureigenen Verhalten in seiner gewohnten Umgebung zeigen. Im anderen Fall weiß oder bemerkt das Kind durch das Her- und Ausrichten für ein gestelltes Foto, dass es fotografiert werden soll, was nicht selten zu einem befangenen Verhalten, einer verkrampften Haltung oder einem gezwungenen Lächeln führt.

Eltern und andere Familienmitglieder können Alltagsaufnahmen und gestellte Fotos förmlich aus jeder Situation heraus entstehen lassen. Dabei verwenden sie sicher kaum einen Gedanken auf die Unterschiede ihrer Herangehensweise.

Für das Shooting bei einem professionellen Fotografen wird das Kind zu Hause und im Studio vorbereitet. Dabei scheint die gestellte Variante vorprogrammiert zu sein. Andererseits besteht die Kunst des Profis genau darin, in einer fremden Umgebung und unter ungewohnten Bedingungen ein natürliches Foto entstehen zu lassen.

Wann wünscht man sich ein besonderes Foto?

Ereignisse, an die man sich, auch mit Hilfe von Fotos, immer wieder erinnern möchte, gibt es zuhauf. Die bedeutenderen unter ihnen sind wohl die Taufe, die Firmung oder die Konfirmation bzw. Kommunion oder die Jugendweihe. Als kleinere Höhepunkte können dagegen die ersten Wochen mit dem Neugeborenen, Geburtstage, die erste Fahrt mit dem Drei- oder Fahrrad sowie die Oster- und Weihnachtsfeste gelten. Während viele Eltern bei kleineren Begebenheiten auf die eigenen Fähigkeiten oder die Talente eines verwandten oder bekannten Hobbyfotografen setzen, wird das Vertrauen bei bedeutenden Einschnitten im Leben gern in die Hände von Fachleuten gelegt.

Einen professionellen Fotografen zu beauftragen, ist auch dann eine gute Wahl, wenn jemand mit einem speziellen Geschenk in Form eines Kinderporträts oder Familienfotos überrascht werden, wenn eine solche Aufnahme in Bilderrahmen- oder Postergröße das eigene Heim verschönern oder wenn sie den Istzustand dokumentieren soll.

Tipps für schöne Fotografien mit Kindern

Beim Fotografieren von Kindern ist es wichtig,

sich dem Kind und seinen Bewegungen anzupassen,
zu versuchen, unsichtbar zu werden,
für ausreichend Raumlicht zu sorgen,
sich mit dem Kind auch mal auf Augenhöhe zu begeben,
etwas Charakteristisches im Verhalten und vor allem im Gesicht des Kindes einzufangen undviel Ausdauer zu beweisen.
Beim Fotografieren von Kindern sollte vermieden werden,

auf einer Position zu verharren und dem Kind nur mit der Kamera zu folgen,
zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen,
das Kind mit einem Blitzlichtgewitter zu blenden, zu verunsichern oder abzulenken,
ausschließlich von oben herab zu fotografieren,
das Kind zu Handlungen und Ausdrücken zu bewegen, die seinem Wesen eigentlich fremd sind und die Geduld zu verlieren.
Hilfreich ist es, sich Fotografien mit Kindern von verschiedenen Fotografen anzusehen und unter Aspekten wie Stil und Natürlichkeit zu vergleichen. Oftmals sind Fotos auf der Webseite veröffentlicht oder der Fotograf zeigt Ihnen sein Portfolio vor Ort. Eltern sollten auf ihr Bauchgefühl hören. Ein weiterer Tipp: Der Fotograf sollte Fotografien von Kindern vorzeigen können und nicht andere Motive als Referenzen zeigen.

 

Motivationsmethoden für Kinderfotoshootings

Schwierigkeiten kann es mit Babys geben, die noch nicht verstehen können, was mit ihnen geschieht oder wie sie sich verhalten sollen. Mit Klein- oder Schulkindern wird es dagegen problematisch, wenn sie keine Lust darauf haben, sich vor der Kamera von ihrer besten Seite zu zeigen. Hier kann das erwünschte Lächeln auch mal ins Gegenteil umschlagen. In diesen Fällen kann es helfen, das besonders kleine „Modell“ mit lustigen Geräuschen oder Grimassen aufzuheitern und größere Kinder unmittelbar in das Geschehen einzubeziehen. Klare, altersgerechte Anweisungen, Erklärungen zum genauen Vorgehen beim Fotografieren und zur geplanten Verwendung der Fotos oder die Frage nach eigenen Vorstellungen und Vorschlägen des Kindes bewegen es dazu, mit Begeisterung dabei zu sein. Dabei ist es ratsam, Pausen zu machen, in denen das Kind seinem Bewegungsdrang nachgehen kann. Oft entstehen gerade aus diesen Situationen die schönsten Aufnahmen.

Professionelle und vor allem auf Kinder spezialisierte Fotografen sind mit diesen Motivationsmethoden vertraut. Sie wissen um die Eigenheiten und Bedürfnisse ihrer „Modelle“ und darum, dass nichts wirklich planbar ist. Sie haben gelernt, auch schlechte Stimmungen aufzulösen beziehungsweise fotografisch zu nutzen und flexibel auf neue Situationen zu reagieren. Zudem arbeiten sie mit Hilfsmitteln und Accessoires, die Kinder behutsam in andere Welten versetzen können, ohne ihnen ihre Unbefangenheit und ihre Authentizität zu nehmen. Die Fotos, die dabei entstehen, können zu den schönsten Erinnerungen werden.

 

Worauf sollte man bei der Wahl des Fotografen achten?

Beim Umgang mit Kinderfotos ist hohe Sensibilität gefordert. Daher können Eltern bei der Wahl eines Fotografen kaum genug Vorsicht walten lassen. Die Professionalität des Auftretens, der Ausrüstung und des Studios sind daher nur die grundlegenden Sachen, die bei der ersten Begegnung – am besten ohne das zu fotografierende Kind – abgeschätzt werden sollten. Die sinnvollen und angebrachten Fragen zu seinen Erfahrungen und zum Ablauf eines Shootings sollte der Fotograf ohne zu zögern und zufriedenstellend beantworten können. Besonders wichtig sind jedoch genaue Angaben zum Umgang mit den Ergebnissen und zum Verbleib der digitalen Bilder. Es empfiehlt sich also insgesamt, sich eingehend zu informieren und gegebenenfalls auf Erfahrungen von Freunden und Bekannten zurückzugreifen.